1. Sinfoniekonzert

Ludwig van Beethoven
„Leonoren“-Ouvertüre Nr. 3 op. 72a
Richard Strauss
Tod und Verklärung. Tondichtung für großes Orchester op. 24
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67

Dirigent Generalmusikdirektor Graham Jackson


Wie mit seiner einzigen Oper selbst setzte sich Ludwig van Beethoven auch mit ihrer Ouvertüre mehrfach auseinander, so dass die Oper insgesamt vier Ouvertüren besitzt. Die dritte „Leonoren“-Ouvertüre wird nicht nur gerne als Zäsur vor dem Finale der Oper gespielt, sie hat sich außerdem einen festen Platz auf der Konzertbühne erobert. Beethoven erfreut in ihr nicht nur mit Zitaten aus der Oper, sie zeigt auch das dann für seine fünfte Sinfonie so wichtige Prinzip „durch die Nacht zum Licht.“
Die Tondichtung „Tod und Verklärung“ ist aus dem Konzertrepertoire ebenfalls kaum wegzudenken. Ihr Titel ist wörtlich zu verstehen: Richard Strauss vertonte darin das Sterben. Dafür entschied er sich nicht nur für das seit Beethovens fünfter Sinfonie zur „Schicksalstonart“ gewordene c-Moll, sondern er übernahm auch dessen dortiges Konzept „durch die Nacht zum Licht.“
Wahrscheinlich ist es eben diese klar spürbare und sich beim Hören unmittelbar erschließende Grundidee, die Beethovens „Fünfter“ eine ganz besondere Anziehungskraft verleiht. Mit ihrem schweren Kampf, dem erbitterten Ringen gegen alle Schwierigkeiten und Hindernisse, schließlich aber dem triumphalen Sieg wurde die sog. „Schicksalssinfonie“ ein Meilenstein in der Musikgeschichte – den ein schwer erklärbarer Mythos umgibt. Gleich zu Beginn, wenn Beethoven die Sinfonie mit dem das gesamte Werk prägenden Pochen eröffnet, gerät der Hörer in ihren Bann. Er spürt sofort: Es ist das „Schicksal, das an die Tür klopft!“

Konzerteinführung
Dienstag, Mittwoch und Freitag, 19:15 Uhr

Debut-Konzert
Donnerstag, 19 Uhr, Balkonsaal