2. Sinfoniekonzert

Francis Poulenc Orchestersuite aus „Les Animaux modèles“
Édouard Lalo „Symphonie espagnole“ für Violine und Orchester d-Moll op. 21
Maurice Ravel Daphnis et Chloé. Sinfonische Fragmente, Suite Nr. 1 und Nr. 2

Frederieke Saeijs Violine
Dirigent Simon Gaudenz


„Der verliebte Löwe“, „Der Mann im mittleren Alter und seine beiden Geliebten“, „Der Tod und der Holzfäller“ – so lauten drei Satztitel aus Francis Poulencs Orchestersuite „Les Animaux modèles“; und sie sind Programm, kommt die Musik doch gern recht illustrativ-humorvoll daher. Die Suite entstammt Poulencs gleichnamigen Ballett, das er von 1940 bis 1942 auf der Grundlage von sechs frei übertragenen Fabeln La Fontaines komponierte und darin sein Publikum in die ländliche Atmosphäre eines Julimorgens im Burgund des 17. Jahrhunderts entführte.
Mit Édouard Lalo geht es weiter nach Spanien, dem Heimatland seiner Vorfahren. Wen wundert es da, dass auch er in den Bann der spanischen Folklore geriet, der viele französischen Komponisten im 19. Jahrhundert erfasste? Besonders deutlich schlägt sich dieser Einfluss in Lalos zweitem Violinkonzert nieder, das er dementsprechend „Symphonie espagnole“ nannte. Die Bezeichnung „Symphonie“ sollte dabei nicht erstaunen; Lalo komponierte ein Konzert, sogar ein hochvirtuoses.
Maurice Ravels als „Sinfonische Fragmente“ beschriebenen beiden Suiten aus seinem Ballett „Daphnis et Chloé“ schlagen schließlich den Bogen nach Griechenland, genauer: dem Griechenland aus Ravels Träumen. Dieses ähnelt dem Griechenland, das sich die französischen Künstler am Ende des 18. Jahrhunderts vorstellten. Er setzt hier ein riesiges Orchester ein und führt es zu beeindruckender Leuchtkraft – damit hatte er sein Ziel erreicht, in „Daphnis et Chloé“ einen neuen Orchesterklang zu erschaffen.


Konzerteinführung
Mittwoch und Freitag, 19:15 Uhr

Debut-Konzert
Dienstag, 19 Uhr, kleiner Saal
Donnerstag, 19 Uhr, Balkonsaal