7. Sinfoniekonzert 2011/2012

Igor Strawinsky Scherzo fantastique op. 3
Alban Berg Violinkonzert („Dem Andenken eines Engels“)
Hector Berlioz Symphonie fantastique op. 14

Linus Roth Violine
Dirigent Generalmusikdirektor Graham Jackson


Noch in den letzten Tagen seiner Lehrzeit bei Nikolai Rimsky-Korsakov komponierte Igor Strawinsky das „Scherzo fantastique“. Es sollte für ihn sehr bedeutungsvoll werden: Er bewies darin nicht nur die exzellente Beherrschung seines „Handwerks“, sondern bei einer Aufführung im Jahre 1909 wurde auch Sergej Diaghilew auf ihn aufmerksam. Die Zusammenarbeit mit ihm, der unter anderem „Der Feuervogel“ entsprang, verhalf Strawinsky zu großer Berühmtheit.
Alban Berg hingegen wusste zum Glück nicht, dass sein im Gedenken an Manon Gropius komponiertes Violinkonzert sein eigenes „Requiem“ werden sollte. Vielleicht trägt dieser Hintergrund zur großen Popularität des Werks bei. Doch vor allem fasziniert es durch seine Klangeindrücke: vom Beginn mit den vier leeren Saiten der Solovioline über das Zitat eines Kärtner Volkslieds und eines Bach-Chorals bis hin zum Ende, an dem die Solovioline in höchste Höhen entflieht.
Seit jeher eine fesselnde Wirkung besitzt auch die „Symphonie fantastique“ von Hector Berlioz, mit der er gleich zu Beginn seiner Karriere großes Aufsehen erregte und die Gattung der sinfonischen Programmmusik etablierte. Die Sinfonie trägt denn auch nicht nur den Untertitel „Episoden aus dem Leben eines Künstlers“, sondern Berlioz gab den Hörern bei jeder Aufführung ein literarisches Programm an die Hand. Sehr wahrscheinlich ist die Geschichte des jungen Mannes, der sich aus verzweifelter Liebe mit Opium vergiften will, aber nur in einen Drogenrausch fällt, von Berlioz’ eigenem Opiumgebrauch inspiriert.

Konzerteinführung
Dienstag, Mittwoch und Freitag, 19:15 Uhr

Debut-Konzert
Donnerstag, 19 Uhr, Balkonsaal