Leoš Janáček Suite für Streichorchester
Peteris Vasks Dona nobis pacem
Joseph Haydn Missa B-Dur Hob. XXII:14 („Harmoniemesse“)
Anja Maria Kaftan Sopran, Marianne Thijssens Sopran 2, Lilia Tripoldi Mezzosopran, Wolfgang Klose Tenor, Hyun Ouk Cho Tenor 2, Andrew Nolen Bass
Niederrheinischer Konzertchor
Die Niederrheinischen Sinfoniker
Dirigentin Maria Benyumova
„Unnachahmliche Meisterstücke des großen Haydn“ – so nannte Ludwig van Beethoven die späten Messen Joseph Haydns. Im ersten Chorkonzert können sich alle Konzertfreunde ihr eigenes Urteil bilden, bringt doch der Niederrheinische Konzertchor gemeinsam mit den Niederrheinischen Sinfonikern unter der Leitung von Maria Benyumova eine dieser Messen zu Gehör: die Missa B-Dur Hob. XXII:14, besser bekannt unter ihrem Beinamen „Harmoniemesse“. Die Messe ist Haydns letzte vollendete Komposition überhaupt. Ihre Komposition hatte den 70-jährigen, unter Alterserscheinungen leidenden Haydn lange beschäftigt. Doch weder der schonungsbedürftige Greis noch gnädige Altersmilde schlagen sich in der Messe nieder. Vielmehr kennzeichnet sie ein unruhiger, ja rebellischer Charakter. Der erste Einsatz des Chores beispielsweise ist unerwartet, wie ein Einfall ins Geschehen, und sehr dissonant.
Zuvor erwarten das Publikum das berückende „Dona nobis pacem“ des lettischen Komponisten Pēteris Vasks und Leoš Janáčeks „Suite für Streichorchester“, die noch kaum auf seinen späteren Stil verweist. Vielmehr schimmern in dem romantischen Werk Spuren von Richard Wagner und Alexander Borodin durch.

