Bruckners Streichquintett
Im 5. Kammerkonzert steht ein wahres „Einzelstück“ auf dem Programm: das „Streichquintett F-Dur“ von Anton Bruckner: Nur selten, eher sporadisch, betätigte sich der 1824 im oberösterreichischen Ansfelden geborene Komponist im Bereich der Kammermusik. Sein Schaffensschwerpunkt und seine Bekanntheit liegen auf seinen neun Sinfonien sowie seinen geistlichen Werken. So gilt das Streichquintett denn auch gerne als „unerwartete Kostbarkeit“, die zwischen den Sinfonien hervorglänzt. Beendet am 12. Juli 1879 zeigt es alle Merkmale des „reifen“ Bruckner, darunter eine sich weit ausbreitende Melodik, eine teilweise überraschende Harmonik und eine Dynamik mit großen Steigerungen.
Als Auftakt des Konzerts erklingt Bruckners Intermezzo d-Moll. Bruckner hatte es nachträglich als Ersatz für das Scherzo des Quintetts komponiert, da dieses als zu schwer beanstandet worden war
Mitwirkende
Emir Imerov, Tanja Cherepashchuk Violine
Holger Hockemeyer, Natascha Krumik Viola
Kathleen Chase-Roberts Violoncello

